Japandi Wohnzimmer einrichten in fünf Schichten

Ein Japandi Wohnzimmer einzurichten ist vor allem eine Frage der Reihenfolge. Die meisten fangen bei der Dekoration an und kommen zuletzt zu dem Möbel, das den Raum eigentlich bestimmt. Andersherum geht es schneller. In diesem Ratgeber gehst du fünf Schichten durch, jeweils mit den Maßen, die du dafür brauchst: TV-Wand, Couchtisch, Teppich, Spiegel und erst ganz zum Schluss die Dekoration.
Schicht 1: die TV-Wand
Die TV-Wand entscheidet, wie ruhig ein Wohnzimmer wirkt, denn dort treffen Kabel, Geräte und lose Dinge zusammen. Ein hängendes Lowboard löst den größten Teil davon. Weil das Möbel an der Wand hängt, bleibt der Boden sichtbar, und sichtbarer Boden lässt einen Raum größer wirken.
Wähle ein Lowboard, das deutlich breiter ist als der Fernseher, etwa 30 bis 50 cm mehr insgesamt. Bei 55 Zoll passt 180 oder 240 cm, ab 65 Zoll wählst du 240 oder 270 cm. Die Miyoko-Lowboards sind 32 cm tief und 28 cm hoch und bleiben damit schlank an der Wand. Die ganze Rechnung steht im Ratgeber für Japandi TV-Möbel.
Schicht 2: der Couchtisch
Für den Couchtisch gilt eine einfache Regel: etwa zwei Drittel der Sofabreite. Bei einem Sofa von 2 Metern kommst du auf rund 130 cm, bei einem kompakteren Sofa auf 90 cm. Zwischen Sofa und Tisch lässt du 40 bis 45 cm frei, genug zum Vorbeigehen und für die Beine.
In einem kleinen Wohnzimmer gewinnt Glas fast immer. Du schaust hindurch, also nimmt der Tisch optisch kaum Platz ein, während der Holzfuß die Wärme liefert. Die organischen Couchtische von Studiomeen haben eine Platte aus gehärtetem Sicherheitsglas auf einem Fuß in Eiche oder Nussbaum, in 90 x 65 cm und 130 x 90 cm.

Organischer Couchtisch Eiche

Organischer Couchtisch Nussbaum

Miyoko TV-Lowboard Eiche

Teppiche in Creme und Taupe
ab 199 €Zu den TeppichenHinweis: Die Preise spiegeln laufende Aktionen wider und können sich ändern. Den aktuellen Preis findest du auf jeder Produktseite.
Schicht 3: der Teppich
Ein zu kleiner Teppich ist der häufigste Fehler im Wohnzimmer. Der Teppich soll die Sitzecke zusammenhalten, also lass ihn mindestens 20 cm unter den Vorderfüßen des Sofas durchlaufen. Liegt er lose davor, zerfällt die Ecke optisch in zwei Teile.
Die Teppiche von Studiomeen gibt es in 160 x 230 cm und 200 x 290 cm. Das kleinere Format passt zu einem Zweisitzer oder einer kompakten Ecke, das größere zu einem Sofa ab 2 Metern mit Couchtisch darauf. Die Florhöhe liegt bei 1,3 cm, weich unter den Füßen und trotzdem flach genug, dass eine Tischkante nicht hängen bleibt.
Bei der Farbe bleibst du bei Creme, Beige oder Taupe. Diese drei Töne liegen dicht beieinander, und genau das ist der Sinn: Der Teppich soll den Boden weicher machen, nicht um Aufmerksamkeit bitten.

Schicht 4: der Spiegel
Ein großer Spiegel ist das günstigste Möbelstück, das die Proportion eines Wohnzimmers verändert. Häng ihn gegenüber oder schräg gegenüber dem Fenster, damit er Tageslicht in den Raum wirft statt eine leere Wand zu verdoppeln.
Eine organische oder ovale Form aus Holz passt hier besser als ein strenges Rechteck, weil die weiche Kontur die geraden Linien von Sofa und Lowboard bricht. Die Formate 180 x 80 cm und 180 x 100 cm funktionieren an fast jeder Wohnzimmerwand. Achte nur darauf, was der Spiegel zeigt: Spiegelt er Unordnung, verstärkt er sie.
Schicht 5: die Dekoration
Drei Objekte pro Fläche, nicht mehr
Auf dem Lowboard, auf dem Couchtisch und auf der Fensterbank gilt dieselbe Grenze. Eine Schale, ein Buch und ein Objekt reichen für eine ganze Fläche.
Eine grüne Form pro Ecke
Grün bricht die geraden Linien, ohne Farbe hinzuzufügen. Ein Ficus oder eine Strelitzie von 120 bis 180 cm füllt die leere Ecke neben dem Sofa, ganz ohne Gießkanne.
Halte die Wand ruhig
Eine große Fläche wirkt besser als vier kleine Rahmen. Ein einzelner Holzspiegel oder ein einziges großes Bild genügt für die Wand hinter dem Sofa.
Die Reihenfolge in Kürze
Fang bei der TV-Wand an, denn sie bestimmt das Bild. Wähle danach den Couchtisch auf zwei Drittel deiner Sofabreite und leg den Teppich so, dass er unter das Sofa läuft. Erst dann kommt der Spiegel, und ganz zuletzt höchstens drei Objekte pro Fläche. Woher der Stil kommt und welche Materialien dazugehören, liest du im kompletten Ratgeber zum Japandi Stil.
Häufig gestellte Fragen
Wie richte ich ein Japandi Wohnzimmer ein?
Arbeite in fünf Schichten und halte die Reihenfolge ein: zuerst die TV-Wand, dann der Couchtisch, dann der Teppich, dann ein großer Spiegel und zuletzt höchstens drei Objekte pro Fläche.
Wie groß sollte der Couchtisch sein?
Etwa zwei Drittel der Sofabreite. Bei einem Sofa von 2 Metern sind das rund 130 cm, und zwischen Sofa und Tisch lässt du 40 bis 45 cm frei.
Welche Teppichgröße passt ins Wohnzimmer?
Groß genug, um mindestens 20 cm unter den Vorderfüßen des Sofas durchzulaufen. Bei Studiomeen wählst du zwischen 160 x 230 cm für eine kompakte Sitzecke und 200 x 290 cm für ein Sofa ab 2 Metern.
Auf welcher Höhe hängt das TV-Lowboard?
Die Unterkante meist 25 bis 40 cm über dem Boden, mit der Bildschirmmitte auf Augenhöhe im Sitzen, also rund 100 cm.
Welche Farben nutze ich im Japandi Wohnzimmer?
Creme, Beige und Taupe als Basis, Eiche oder Nussbaum für das Holz und einen kleinen schwarzen oder bronzenen Akzent. Bleib bei drei bis vier Tönen im ganzen Raum.
Funktioniert Japandi in einem kleinen Wohnzimmer?
Ja. Nimm ein hängendes Lowboard, damit der Boden sichtbar bleibt, wähle einen Couchtisch mit Glasplatte und häng einen großen Spiegel gegenüber dem Fenster.


